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Einsatz des Building Information Modeling im modularen Hausbau

[16.08.2016]

Der Hausbau weist einen komplexen Auftragsabwicklungsprozess auf. Eine gemeinsame Datenbasis von Auftraggebern und Auftragnehmern begünstigt jedoch einen schlanken Planungsprozess. In der Baubranche ist dieses Konzept als Building Information Modeling (BIM) bekannt. Durch Produktkonfiguratoren können Kunden direkt eingebunden werden. Das TCW Konzept erfüllt dabei alle Anforderungen an der Schnittstelle von Kunden, Produktion und Logistik.

Aufbau des Building Information Modeling Konzepts im modularen Hausbau

Die Modularisierung im Hausbau erfordert eine hohe Datenintegration zwischen allen Beteiligten im Produktlebenszyklus des Hauses. Im Planungsprozess haben die Architekten sowie Bauingenieure Zugriff auf eine einheitliche Datenbank, die an das Building Information Modeling System angebunden ist. Diese verfügt über Informationen der Raummodule, der Wandstruktur, von technischen Spezifikationen oder Nachhaltigkeitsberichten sowie der jeweiligen Bauelemente, die für die Planung des Hauses Verwendung finden könnten. Neben den strukturellen Informationen ist auch ein Regelwerk für den Produktkonfigurator hinterlegt. Der Produktkonfigurator dient somit als Schnittstelle zwischen dem Building Information Modeling, den Gewerken sowie dem Nutzer. Die Verwendung eines Konfigurators in Verbindung mit dem Building Information Modeling Konzept ermöglicht einen einfacheren und somit transparenteren Planungsprozess.

Um die Vorteile eines Building Information Modeling Konzepts zu erschließen, sind standardisierte Schnittstellen zu den jeweiligen Beteiligten notwendig. Die ERP-Schnittstelle erlaubt es den Produktionsmitarbeitern, direkt Informationen über das zu produzierende Haus abzugreifen. Dabei werden nicht nur Maschinendatensätze sondern auch Stücklisten oder Montagepläne übermittelt. Durch die frühe Integration der Information im Planungsprozess können auch die Mitarbeiterplanung in der Produktion, die Lieferanten sowie die Baustellenplanung frühzeitig durchgeführt werden.

Durch die Anbindung von verschiedenen Gewerken haben auch das Facility- oder Immobilienmanagement in der Betriebsphase des Gebäudes viele Vorteile. Durch das integrierte Datenmodell verfügt der Wartungsmitarbeiter über die Möglichkeit, Informationen zu bestimmten Bauteilen, die im Haus verbaut sind, einzusehen. Es sind nicht nur Abmaße der Wände und Räume hinterlegt, sondern auch der Name des Herstellers oder die Seriennummer von Bauteilen. Diese komplette Informationstransparenz erlaubt es die entsprechenden Ersatzteile mit geringerer Komplexität zu beschaffen und zu warten.

Potenziale durch Nutzung des Building Information Modeling Systems

Der Einsatz des Building Information Modeling Konzepts im modularen Hausbau weist verschiedene Vorteile bezüglich der Faktoren Zeit, Qualität und Kosten auf. Bei den durchgeführten Projekten, die mit dem Building Information Modeling Konzept erfolgt sind, sind Verbesserungen in der Zeit von mehr als 70% realisiert worden. Die gewerkeübergreifende Zusammenarbeit sowie die industrielle Fertigung, die aufgrund des Building Information Model Konzepts einfach umzusetzen ist, führt zur reduzierten Verschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

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