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Cost Engineering

Einleitung

Die zunehmende Preissensibilität der Kunden und der steigende Kostendruck aufgrund regionaler und globaler Anforderungen verstärken die Notwendigkeit ganzheitlicher Kostenreduktion, Kostenvermeidung und Kostenmanagement. Wettbewerbsvorteile werden dabei maßgeblich durch den gezielten Einsatz von Cost Engineering Methoden erreicht. Kundenorientierte Produkte und Dienstleistungen können bei minimalen Kosten erzeugt werden, ohne auf Kompromisse bei der geforderten Qualität einzugehen. Gleichzeitig sind die Prozesse sicher zu stellen und die Entwicklungszeiten zu verkürzen.

Wir unterstützen unsere Klienten mittels einer praxisorientierten, auf die individuellen Gegebenheiten zugeschnittenen Vorgehensweise und legen großen Wert auf die effiziente Umsetzung der Maßnahmen. Wesentliche Leitlinien im Cost Engineering sehen wir bei der Markt- und Kundenorientierung, der Ausrichtung auf Total Cost sowie der Lebenszyklusorientierung. Die einzelnen Bausteine des Cost Engineering umfassen unter anderem:

  • die Zielkostenermittlung für Zukaufteile und Eigenfertigungsteile über Top-down- und Bottom-up,
  • die Kundenwertgestaltung beispielsweise mithilfe der Conjoint Analyse, die eine Identifikation von Overengineering und auch die Berücksichtigung der Mehrpreisfähigkeit von Produkten oder Dienstleistungen erlaubt,
  • die Global Footprint Optimierung wie auch die Lokalisierung von Produkten und Dienstleistungen unter Zuhilfenahme der Global Sourcing Index Berechnung,
  • die Produktklinik, bei der anhand einer Funktionskostenkalkulation und einem Benchmarking Innovationen identifiziert, Kundenwert generiert und Kosten optimiert werden,
  • Produktordnungssysteme, mit Hilfe derer ein Plattform- oder Modulkonzept realisiert wird, um die Komplexitätskosten zu reduzieren
  • und die Produktprogrammgestaltung, welche die gezielte Planung des Produktportfolios beispielsweise mit der Distanzanalyse unterstützt.

Methoden

  • Änderungsmanagement
    Um über Änderungen entscheiden und diese kostengünstig umsetzen zu können, müssen folgende Leitlinien im Unternehmen implementiert sein: Flexibilität, Konzentration auf das Kerngeschäft, Komplexitätsoptimierung und Transparenz.
  • Beschleunigung von Entwicklungsleistungen
    In der Beschleunigung von Entwicklungsleistungen liegt ein Schlüssel zur Erhöhung der Innovationsleistung. Entlang des Entwicklungsprozesses kommen verschiedene Tools (z. B. zur Prognose der Entwicklungszeit) zum Einsatz und unterstützen die Erreichung der Entwicklungsprojektziele.
  • Conjoint Analyse
    Conjoint Analysen ermöglichen durch die Ermittlung der konkreten Kundenanforderungen eine optimale Ausrichtung von Produkten, Produktkonzepten aber auch Dienstleistungen an den jeweiligen Markt- und Kundenanforderungen. Dabei kommt insbesondere der Nutzung der Conjoint Analyse bei Investitionsgütern oder bei einzelnen Produktmodulen eine erhebliche Bedeutung zu.
  • Entwicklungspartnerschaften
    Durch Entwicklungspartnerschaften gelingt es, die Innovationskraft der Zulieferer zu nutzen. Demgegenüber steht bei Entwicklungspartnerschaften aber auch ein erheblicher Grad an Know-how-Abfluss. Dem TCW ist es gelungen, die Erfolgsfaktoren von Entwicklungspartnerschaften zu isolieren.
  • Globale Industrialisierung
    Globale Industrialisierung führt zu einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der internationalen Konkurrenz durch den Aufbau von neuen eigenständigen Entwicklungs-, Produktions-, Vertriebs- und Servicestandorten in attraktiven Kosten- und Wachstumsmärkten.
  • Global Sourcing
    Senkung der Materialkosten bei gleichzeitiger Sicherstellung der Verfügbarkeit und Qualität durch die Nutzung neuer Beschaffungsquellen.
  • Innovationsaudit
    Mit dem Innovationsaudit gelingt durch ein Benchmarking die schnelle und einfache Identifikation von Leistungslücken und Verbesserungspotenzialen im gesamten F&E-Bereich. Dies ist das Fundament zur Ausgestaltung und Optimierung der Strukturen und Prozesse, der Senkung der Produktkosten und der Professionalisierung der eingesetzten Methoden im Rahmen des unternehmenseigenen Technologie- und Innovationsmanagements.
  • Innovationsroadmap
    Zur Definition der F&E-Strategie werden mit Hilfe einer Innovationsroadmap die Entwicklungsschwerpunkte, notwendige Technologiekompetenzen und zukünftige Produkte für die nächsten Jahre abgeleitet.
  • Just in Time in F&E
    Der Faktor Zeit gewinnt in Forschung und Entwicklung immer mehr an Bedeutung. Entwicklungsprojekte, die in der veranschlagten Zeit und zu geplanten Aufwendungen erfolgreich beendet werden, sind leider immer noch die Ausnahme. Hier helfen die Prinzipien von Just in Time. Durch Vorverlagerung von Erkenntnisprozessen und Erhöhung des Anteils deterministischer Prozesse sowie durch Parallelisierung, Integration und Beschleunigung von einzelnen Aktivitäten erhält man planbare Entwicklungsprojekte.
  • Komplexitätskostenrechnung
    Die Komplexitätskostenrechnung dient der Beschreibung und Systematisierung aller erlös- und kostenseitigen Effekte, die durch Komplexität hervorgerufen werden.
  • Konzeptwettbewerb
    Die Erarbeitung innovativer Elemente im Rahmen von komplexeren Entwicklungsprojekten kann bei Konzeptwettbewerben auch von Lieferanten übernommen werden. Damit kann auch externes Technologie- und Produkt-Know-how gehoben werden.
  • Lokalisierung und technische Entfeinerung von Teileumfängen
    Da der Transfer etablierter Produkte aus Industrienationen in Schwellenländer regelmäßig zu einem funktionalen und qualitativen Overengineering der Produkte führt, sind hierzu Produktkonzepte zu entwickeln, die auf die lokalen Anforderungen zugeschnitten sind. Der Lösungsansatz zur Lokalisierung und technischen Entfeinerung eines Produktes gliedert sich in sechs Projektmodule.
  • Messeaudit
    Ein Messeaudit erfasst die auf Messen zugänglichen, technischen und marktbezogenen Informationen über Wettbewerber in strukturierter Form.
  • Plattformstrategie
    Ein wesentlicher Einsparfaktor in der Produktion ist die Verwendung von Gleichteilen. Hierzu bieten sich Produkt-Plattformen an, welche ein Rückgrat für verschiedene Produktvarianten bilden. Plattformstrategien verbessern nicht nur physische Produkte, sondern gewinnen auch in der Softwareentwicklung immer mehr an Bedeutung.
  • Produktklinik
    Produkte sollten regelmäßig einem Check-up unterzogen werden. In der Produktklinik werden sie bis auf die letzte Schraube zerlegt und über ihre Funktionsstruktur mit Fremdprodukten verglichen. Somit werden preisgünstigere und bessere Lösungen der Mitbewerber offensichtlich und dienen als Lernquelle für die eigene Produktverbesserung.
  • Produktordnungssysteme
    Um Produktprogramm, Produkte und Produktvarianten entsprechend Kunden- und Marktanforderungen sowie die eigenen Ressourcen, Kapazitäten und Fähigkeiten gerecht zu definieren, wurde das Konzept "Produktordungssystem" entwickelt. Dadurch gelingt es, Ihr Produktprogramm und die Variantengestaltung anforderungsoptimal festzulegen, eine bestmögliche Positionierung am Markt zu erreichen sowie Varianten ohne Deckungsbeitrag zu streichen.
  • Programmplanung
    Produktkannibalisierung, der Absatzrückgang eines Produktes aufgrund der Einführung eines anderen Produktes der gleichen Marke, Produktlinie bzw. des gleichen Unternehmens ist ein Phänomen, das in allen Märkten und bei allen Technologien auftritt.
  • Programmplanung durch Portfolioanalyse und Substitutionsprognose
    Die Methode des TCW-Tools basiert auf der Verwendung des Euklid‘schen Distanzmaßes, welches es ermöglicht, Ähnlichkeitsmaße zwischen mehrdimensionalen Elementen — im Fall der Programmplanung Produkte mit einer Vielzahl von Eigenschaften — und darauf aufbauend Wirkungen in Bezug auf Substitution und Kannibalisierung zu ermitteln.
  • Projektselektion in F&E
    Nur zehn von 100 Projekten in Forschung und Entwicklung sind ein wirtschaftlicher Erfolg. Richtige und systematische Projektselektion birgt daher erhebliche Kostenpotenziale und reduziert die Anzahl von Projektabbrüchen und Misserfolgen und ermöglicht somit, Ressourcen richtig einzusetzen.
  • Prozessklinik
    Die Methodik der Prozessklinik erlaubt eine systematische Neuausrichtung der Geschäftsprozesse am Kundennutzen sowie am Best Pratice. Es handelt sich um einen Ansatz zur kontinuierlichen Verbesserung für alle denkbaren Prozesse in den Unternehmen, verbunden mit einem Methodenbaukasten, dessen Wirksamkeit sowohl theoretisch untermauert als auch in vielen Unternehmen praktisch erprobt wurde.
  • Prozessreengineering mit der GENESIS-Methodik
    Die Prinzipien des Lean Managements erlauben eine kundenorientierte Restrukturierung der Wertschöpfungsprozesse mit erheblichen Effekten auf die Produktivität und die Durchlaufzeiten. Die Management-Aufgabe besteht darin, sprunghafte Verbesserungen in der Leistungsfähigkeit der Prozesse zu realisieren und diese nachhaltig in der Organisation zu verankern.
  • Service to Success
    Service to Success ist die Ausrichtung des Unternehmens auf den einzelnen Kunden über einen langen Zeitraum. Die Kundenorientierung wird als der entscheidende Erfolgsfaktor des Unternehmens anerkannt. Mit dem Konzept Service to Success unterstützt das TCW seine Kunden bei der kundenorientierten Reorganisation, bei der Einführung eines Innovationsmanagements und bei der strategischen Wahl der Distributionskanäle.
  • Total Cost of Ownership (TCO) Analyse
    Ganzheitliche finanzielle Bewertung von Vergabealternativen inkl. der Logistikkosten, Währungsschwankungen, Änderungsmanagement und Komplexitätskosten.
  • Variantenmanagement und Komplexitätsmanagement
    Das Varianten- und Komplexitätsmanagement dient der Reduzierung und Beherrschung vorhandener Komplexität sowie präventiver Verhinderung von Komplexität.
  • Zielkostenmanagement
    Der marktorientierte Target Costing Prozess umfasst die Zielkostenfindung, -spaltung und -realisierung und resultiert in kundenwertoptimalen Produkten.
  • Zielpreisermittlung im Global Sourcing
    Länder-Beschaffungsindizes geben den Preis eines Produktes aus einem betrachteten Land im Vergleich zum heutigen Beschaffungsort wieder.

Tools zum Thema Cost Engineering

  • F&E-Zulieferer-Check
    Differenzierte Handlungsempfehlungen zur Verbesserung von F&E-Kooperationen durch systematische Analyse und Bewertung.
  • Innovationsaudit
    Verbesserungspotenziale im Innovationsmanagement identifizieren und eine leistungsfähige Innovationskultur im Unternehmen verankern.
  • Komplexitätsindex-Tool
    Das Komplexitätsindex-Tool ist eine kostenlose webbasierte Anwendung zur Quantifizierung und zum Benchmark der unternehmensspezifischen Komplexitätssituation. Entsprechend des eigenen Komplexitätsprofils werden unternehmensindividuelle Methoden zur Reduzierung, Beherrschung und Vermeidung von Komplexität abgeleitet.
  • Technologietransfer in Schwellenländer – Tool
    Das IT-Tool "Technologietransfer in Schwellenländer" ist ein kostenloses webbasiertes Tool zur Unterstützung des Markteintritts in Schwellenländer. Das Bewertungsmodell und der Methodenbaukasten für den Technologietransfer in Schwellenländer orientiert sich beispielhaft am Markteintritt im Bereich erneuerbare Energien für den Wachstumsmarkt Indien.
  • Internetbasierte Conjoint-Analyse
    Messung der Bewertung des Kundennutzens bestimmter Produktmerkmale zur optimalen Gestaltung von Produkten.
  • Produktprogrammplanung
    Marktgerechte Produktkonzepte ableiten, indem portfoliointerne Negativeffekte wie Kannibalisierung und Programmlücken aufgedeckt werden.
  • TCW Standortplaner
    Selbstbewertung und Unterstützung der Ableitung von Standortstrategien bezüglich der regionalen oder globalen Ausrichtung.

Literatur zum Thema Cost Engineering

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